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Prof. Dr. Gerti Dücker:
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1965 Habilitation an der WWU Münster, 1970
Ernennung zur Professorin und Leiterin der neu gegründeten
Abteilung für Verhaltensforschung, 1993 Emeritierung
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| Anfangs standen
dieser Abteilung Räume im Zoologischen Institut Badestraße 9
und 13 zur Verfügung. 1984 erfolgte nach kleineren Umbauten
die komplette Übersiedlung in das Gebäude Badestraße 13.
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- Forschungsschwerpunkte:
- 1. Lernen und Gedächtnis
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a)
Kognitionsforschung: Anfangs auf dem Lernsektor in
der Tradition Prof. Renschs stehend, erfolgte zunehmend
eine Schwerpunktverlagerung. Die Hauptfrage war
nicht mehr: "Was können tierliche Hirne
leisten", sondern: "Welche kognitiven
Prozesse führen zur Problemlösungsfindung und
letztlich zu Lösungskonzepten". Versuchtstiere:
Affen, Seelöwen, Ratten, Mäuse, Dohlen,
Wellensittiche.
b) Arbeitsteiliges Problemlöseverhalten in
Tiersozietäten.
c) Einfluß abiotischer (Temperatur, Licht, Schall)
und biotischer Faktoren (Alter, Geschlecht, Einzel-,
Paar-, Gruppenhaltung, Feinde) auf den Lernvorgang
und das Gedächtnis
d) Einfluß der Motivation
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- 2.
Sinnesphysiologische Studien
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a) zum visuellen Leistungsvermögen von Reptilien,
Vögeln, terrestrischen und aquatischen Säugern
b) zum haptischen Leistungsvermögen von Bienen
(Antennen), Waschbären (Vorderpfoten), Seelöwen (Vibrissen),
Pekaris (Rüsselscheibe), Elefanten (Rüssel),
Totenkopfaffen (Hände)
c) zum auditiven Leistungsvermögen (Flussdelphine)
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3.Vergleichend ethologische
Studien
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a) speziell zum Fortpflanzungsverhalten der Emberizidae
(64 untersuchte Spezies) und von schaumnestbauenden und
maulbrütenden Betta-Arten (gesamt 28 Spezies)
b) zum Explorations- und Spielverhalten (qualitative und
quantitative Analyse) bei Tieren unterschiedlicher
neuronaler Entwicklungshöhe (Insectivora, Rodentia,
Primates)
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- 4.
Untersuchungen zum Sich-Selbst-Erkennen
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Spiegelversuche mit niederen (sieben Spezies) und
höheren Primaten (Orang Utans und Schimpansen)
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Gerti Dücker 1988
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